Regie, Drehbuch: Paddy Considine - Kamera: Erik
Alexander Wilson - Schnitt: Pia Di Ciaula - Musik: Chris Baldwin,
Dan Baker - Darsteller: Peter Mullan, Olivia Colman, Eddie Marsan,
Paul Popplewell, Ned Dennehy, Samuel Bottomley, Sally Carman u.a.
- GB 2011 - 89 min. - FSK: ... - englische Originalfassung mit deutschen
Untertiteln / original english version with german subs
Joseph (Peter Mullan) ist das, was man
in England "people with a temper" nennt: ein jähzorniger
Pub-Bruder in Feinripp und Jogginghose - im Grunde seines Herzens
humorvoll und gerecht, allerdings nie abgeneigt, einen Konflikt
handgreiflich auszutragen.
Als Joseph nach einem erneuten Wutausbruch nicht weiß
wohin, findet er in Hannahs (Olivia Coleman) Laden Zuflucht.
Sie scheint das exakte Gegenteil von Joseph zu sein: kontrolliert,
liebevoll, warmherzig und unerschütterlich in ihrem Glauben
an das Gute im Menschen. Vorbehaltlos begegnet die verheiratete
Frau aus besseren Verhältnissen dem grobschlächtigen
Arbeiter und bringt sein zynisches Weltbild ins Wanken.
Und auch wenn Joseph sich anfangs dagegen wehrt, berührt
ihn Hannahs selbstlose Art. Sein harter Panzer beginnt ganz
langsam zu bröckeln, und eine zarte Freundschaft entwickelt
sich zwischen den beiden. Als aus Freundschaft aber Zuneigung
wird, muss Joseph erkennen, dass der Weg in die Zukunft durch
die Untiefen des Lebens führt.
Anlässlich seiner Weltpremiere auf dem Sundance Filmfestival
2011 wurde TYRANNOSAUR (- EINE LIEBESGESCHICHTE) mit den Preisen
für die beste Regie, den besten Hauptdarsteller und die
beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Auf dem Filmfest München wurde der Film zudem mit dem CineVision
Preis für den besten internationalen Nachwuchsfilm geehrt.
"In seiner moralphilosophischen und religiösen Dimension
ähnelt Tyrannosaur sogar Terrence Malicks Cannes-Gewinner
'Tree of Life'. Doch von Transzendentalismus und Welterklärung
ist diesmal keine Spur. Will der Amerikaner seine Zuschauer
über den Weg der intellektuellen Stimulation mit Bildern
überwältigen, gelingt es dem Engländer, sie frontal
zu attackieren, emotional. Wo Malick versucht, das Publikum
in einen anderen Zustand zu versetzen, schlägt Considine
einfach zu. In die Magengrube, bis die Säure aufsteigt.
Benommen bleibt man zurück. In Schockstarre.
Tyrannosaur ist nicht nur der bessere Film. Es ist der beste
seit langem."
(Sascha Keilholz; critic.de)
"Die originellste Liebesgeschichte zwischen Erwachsenen,
die ich seit Jahren gesehen habe. War mit Leichtigkeit das größte
Schockerlebnis des Sundance Film Festivals. Ein Drama, in dem
nur Überraschungskarten ausgespielt werden - eine knallharte
Story über Disziplin, Erlösung und verletzte Liebe.
Paddy Considine ist ein Weltklasse-Regisseur."
(Jeffrey Wells; Hollywood Elsewhere)
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Joseph (Peter Mullan) is an unemployed widower with a drinking
problem, a man crippled by his own volatile temperament and
furious anger. Hannah (Olivia Colman) is a Christian worker
at a charity shop, a respectable woman who seems wholesome and
happy. When circumstance brings the pair together, Hannah appears
as Josephs guardian angel, tempering his fury and offering
him warmth, kindness and acceptance. As their relationship develops,
Hannahs own secrets are revealed - her husband (Eddie
Marsan) is violent and abusive - and Joseph emerges as her unlikely
savior.
With striking performances and a deeply felt story, actor-turned-writer/director
Paddy Considine's film is a stunning debut about the emergence
of grace and redemption from the least likely of places.
"Thoroughly satisfying, with a sledgehammer-swinging performance
by Scottish actor Peter Mullan. Considine crafts a gut-wrenching
tale of a blighty bar lout and the repressed Christian shopkeeper
who brings light into his life."
(John Lopez; Vanity Fair)
"In Considine's confident hands and those of his tremendous
actors, the emotional arc is rich and full, leaving us shaken
and breathless before allowing a whisper of atonement."
(David Rooney; Reuters)
"If you want to see something special by a highly assured
new director, make sure you buy a ticket."
(The Guardian)
"Know what to expect: a punchy, heartfelt drama that confirms
that Considine's qualities as an actor translate effortlessly
behind the camera."
(Total Film)