Nach ihrer erfolgreichen lesbischen Komödie
'Weil ich ein Mädchen bin' (1999) meldet sich Regisseurin
Jamie Babbit mit der feministischen Untergrund-Komödie
'Itty Bitty Titty Committee' wundervoll zurück. Produziert
wurde der Film von der Gruppe Power Up, einer Vereinigung Filmschaffender
zur Förderung des lesbischen Film, der Soundtrack bietet
angesagte Lesbenmusik von heute.
Anna ist ein durchschnittlicher amerikanischer Teenager - vielleicht
noch etwas unsicherer, vielleicht noch etwas unpolitischer als
der Durchschnitt.
Als sie von ihrer Freundin verladen wird und ihr dann auch noch
das College, bei dem sie sich beworben hat, eine Ablehnung schickt,
kann Anna nur noch ihr Leid beklagen: Sie ist wirklich ein armes
Hascherl mit Körbchen größe A in einer Welt,
in der nur C etwas gilt. Doch als sie von der Arbeit kommt,
läuft ihr Sadie über den Weg. Sadie ist erstens sexy
und zweitens Anführerin einer radikalen, punk-feministischen
Gruppe, der 'Clits in Action', abgekürzt CIA.
Durch die Bekanntschaft mit Sadie eröffnet sich Anna eine
völlig fremde Welt. Trotzdem fühlt sie sich schon
bei dem ersten geheimen Kommandounternehmen, an dem sie teilnehmen
darf, ganz in ihrem Element - nicht zuletzt, weil Sadie heftig
mit ihr flirtet. Aber dann laufen die Dinge aus dem Ruder. Die
CIA muss feststellen, dass alle ihre Aktionen wirkungslos verpuffen.
Und nachdem ihre Mitglieder gründlich desillusioniert sind,
bricht die Gruppe auseinander. In dieser misslichen Situation
hängt auf einmal alles von Anna ab: Wird sie die alten
Freundschaften wiederbeleben und der CIA mit einer brillanten
Idee zu neuem Schwung verhelfen können?
Eine Antwort kann vielleicht die New Yorker Kritikerin B. Ruby
Rich geben: "Für alle, die am Zustand der Welt oder
des Kinos verzweifeln, hat dieser Haufen revoltierender Lesben
eine Megadosis Hoffnung parat."
Mit gerade 100.000 Dollar Budget hat Jamie Babbit ein rasantes
amerikanisches Polit-Märchen kreiert mit viel Power, jugendlichem
Idealismus und Spaß am Revoluzzen, super besetzt mit lesbischen
Darstellerinnen wie Daniela Sea (Moira/Max aus L-Word) und Jenny
Shimizu.